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HANSEstyle 4 | 2015

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Ob Hamburgs Erster Bürgermeister im großen Interview, exklusive Gespräche mit den gefragten Schauspielern & Unternehmern des Landes, (Mode-)Trends oder das Neuste aus dem Clubleben. HANSEstyle – journalistisch unabhängig und immer mit Blick auf das, was für Hamburg und den Norden von Bedeutung ist.

Serie: Diese Politiker

Serie: Diese Politiker bestimmen Hamburgs Zukunft Wirtschaft & Politik Mit Tradition zur Innovation Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, ist ein Mann des Meeres – und des Handschlags. Im Gespräch mit HANSEstyle erzählt Wirtschaftssenator Frank Horch von der Förderung junger Unternehmen, den Werten des Ehrbaren Kaufmanns und seinem Weg in die Politik. HANSEstyle: Sie waren beruflich erfolgreich und stets parteilos. Was führte Sie in die Politik? Senator Frank Horch: „Könnten Sie sich vorstellen, in die Politik zu gehen?“ Vor allem zu Beginn meines Berufslebens habe ich diese Frage vehement verneint. Von 1969 bis 1974 habe ich in Hamburg Schiffbau studiert und bin im Anschluss im Bereich Entwicklung und Produktion für die Phoenix AG tätig gewesen. Bereits im Jahr 1991, im Alter von 43 Jahren, leitete ich über 8.000 Beschäftigte. Damals wurde mir schnell bewusst, dass man eines nie vergessen darf: Mitarbeiter sind das höchste Gut eines Unternehmens. Schon damals waren mir die soziale Verantwortung und Gerechtigkeit besonders wichtig. Werte also, für die die SPD eintritt. Auch wenn ich keiner Partei angehöre, so bin ich im Herzen doch Sozialdemokrat. Das ist vielleicht schon durch meine Familiengeschichte vorgegeben: Mein Vater ist aus Ost- Preußen geflohen. Ich wuchs in einfachen Verhältnissen auf und erinnere mich daran, dass es oft nicht einfach war, die Familie sattzubekommen. Trotzdem unternahmen meine Eltern alles, um mir eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Damals war es alles andere als selbstverständlich, dass man Abitur machen konnte. Senator mit Weitsicht: Frank Horchs Büro bietet einen Blick über die Dächer der Stadt Als ich schließlich Mitte der 90er Jahre in die Friedrich Krupp AG einstieg, war die Hamburger Wirtschaft vor allem von der Dienstleistungsbranche und der Medienlandschaft geprägt. Von Vertretern der Industrie und von Verbänden hörte ich immer wieder: „Mensch, Horch, du musst dich engagieren!“ Ich begann, für Hamburg als Industriestandort zu kämpfen, denn ich bin zutiefst überzeugt, dass Industrie Arbeitsplätze 32

Wirtschaft & Politik langfristig sichert. So bin ich Vorstandsmitglied des Industrieverbands Hamburg, ab 2007 dann Vorstandsvorsitzender geworden. Schon bald danach wurde ich als Präses der Handelskammer Hamburg vorgeschlagen. Das war eher ungewöhnlich, denn bis dahin zierten die Ahnentafel lediglich Großreeder und Privatbankiers. Dann kam ich – ein bürgerlicher, ein leitender Angestellter. Das war ein Novum! Die Arbeit hat mir große Freude bereitet. Drei Jahre lang stand ich der Handelskammer vor. Einer, der meinen Werdegang intensiv beobachtete, war unser heutiger Erster Bürgermeister Olaf Scholz. Er kannte mein Handeln und schätzte die Werte, für die ich einstand. Nachdem im Jahr 2011 die schwarz-grüne Koalition zusammengebrochen war, schlug er mich als Wirtschaftssenator vor. Daraufhin verlängerte ich meine Amtszeit als Präses der Handelskammer nicht, sondern kandidierte 2011 für das Amt des Senators der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. Sie stammen aus einfachen Verhältnissen und sind einen bemerkenswerten Karriereweg gegangen. Treibt Sie der Wunsch an, dies auch anderen, gerade jungen Menschen, ermöglichen zu wollen? Zweifellos. Ich halte zum Beispiel sehr viel vom dualen Bildungssystem, da ich überzeugt bin, dass die Kombination aus wissenschaftlichem Hintergrund und hohem Praxisbezug, verbunden mit einer gewissen Lebenserfahrung, viele Türen öffnet. Welchen Fokus legen Sie auf die Förderung junger Unternehmen? Über 800 Jahre ist Hamburg als traditionelle Handels- und Hafenstadt gewachsen. Doch die Digitalisierung sorgt in traditionellen Geschäftsfeldern für einen Paradigmenwechsel. 33

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