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HANSEstyle 4 | 2015

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Ob Hamburgs Erster Bürgermeister im großen Interview, exklusive Gespräche mit den gefragten Schauspielern & Unternehmern des Landes, (Mode-)Trends oder das Neuste aus dem Clubleben. HANSEstyle – journalistisch unabhängig und immer mit Blick auf das, was für Hamburg und den Norden von Bedeutung ist.

Trafen in dieser

Trafen in dieser Konstellation erstmals aufeinander: (v. l.) Manfred Bruhn, Dirk Wehmhöner, Eberhard Hofmann und Lars Ellermeier auf der Terrasse der Bethmann Bank im Harvestehuder Weg.

Wirtschaft & Politik Gipfeltreffen der Hamburger Privatbanken Manfred Bruhn von M.M. Warburg, Lars Ellermeier von der Bethmann Bank, Eberhard Hofmann von Merck Finck und Dirk Wehmhöner von Berenberg: HANSEstyle bat die Hamburger Geschäftsleiter des Privatkundengeschäfts von vier bedeutenden deutschen Privatbanken zum „Gipfeltreffen“ – zu einem Gespräch über Private Banking, über die Alleinstellungsmerkmale von Privatbanken im Vergleich zu Großbanken und über hanseatische Werte in Zeiten des digitalen Umbruchs. Privat geführte Banken haben besonders in Hamburg eine lange Tradition. Die Berenberg Bank zum Beispiel, bereits 1590 gegründet, gilt heute als das älteste Bankhaus Deutschlands. Oder: Salomon Heine war 1797 einer der Gründer des Merchand-Bankhauses Heckscher & Co., das ab 1818 seinen Namen trug. Ein Jahr später legten die Brüder Moses und Gerson Warburg den Grundstein für die heutige Privatbank M.M. Warburg. Die frühesten Wurzeln der Bethmann Bank reichen zurück bis ins Jahr 1712 und die von Merck Finck bis zur Gründerzeit in 1870. Privatbanken sind Personenhandelsgesellschaften – Privatbankiers sind mithin persönlich in der Bank tätig. Lars Ellermeier sagt dazu: „Privatbankiers übernehmen die unternehmerische Verantwortung und das Risiko.“ Mit anderen Worten, sie haften mit ihrem Privatvermögen. „Auch Privatbanken wollen natürlich erfolgreich sein, genau wie unsere Kunden“, fügt Manfred Bruhn an. Er ist, wie alle Anwesenden, stolz darauf, dass es Kunden gibt – Einzelpersonen, Familien oder Unternehmen – die ihrer Bank oft länger als hundert Jahre das Vertrauen schenken. „Diese Treue beruht auf Kundenzufriedenheit“, betont Dirk Wehmhöner. HANSEstyle: Was macht ein Privatbankier beim Private Banking anders als ein Banker in einer der großen Ge- schäftsbanken? Was ist ihr USP, was ist das Alleinstellungsmerkmal der Privatbanken? Dirk Wehmhöner: Private Banking umschreibt ganz allgemein eine Dienstleistung, die heute fast alle Banken erbringen. Allerdings auf recht unterschiedliche Weise. Hinter einer Privatbank stehen meist persönlich haftende Gesellschafter, die wie bei Berenberg die Geschäfte steuern. Das ist anders als in Genossenschafts- oder Großbanken, in denen angestellte Vorstände handeln und der Aktionär die Rolle des Eigentümers einnimmt, ohne direkten Einfluss auf die Strategie nehmen zu können. Private Banking wird von Menschen geprägt. Dirk Wehmhöner Manfred Bruhn: Wenn man Aktien einer Großbank hat, macht einen das nicht zu einem Bankier, sondern zu einem Aktionär. Ein Privatbankier ist auch nicht das Vorstandmitglied der Deutschen Bank oder der Commerzbank, Privatbankier kann nur ein Eigentümer des Bankgeschäftes sein. Der Privatbankier steht also mehr als ein angestellter Bankmanager im Risiko? Manfred Bruhn: Manager haben meines Erachtens eine grundsätzlich andere Verantwortung. Sie haften nicht persönlich. Im Vergleich zu einem Privatbankier. Lars Ellermeier: Die entscheidenden Fragen lauten: Mit welchen Werten führt man sein Geschäft und was bietet man seinen Kunden? Wir sind Teil eines internationalen Netzwerks unabhängiger Privatbanken unter dem Dach der ABN AMRO und arbeiten transparent, leistungsorientiert und verantwortlich. Unsere Reputation ist unser höchstes Gut. Manfred Bruhn: Genau diese Grundeinstellung ist es, die auch der Gier Grenzen setzt! Schauen wir zum Beispiel zurück auf die Finanzkrise: Damals sind Produkte verkauft worden, die wir bei Warburg nach Risikoabschätzung abgelehnt haben. Wir beraten individuell. Wenn in anderen Instituten Berater auf Tages- oder Wochenbasis ihren Vorgesetzten in den Hauptfilialen melden müssen, welches Produkt sie mit welcher Marge verkauft haben, muss man sich nicht wundern, dass die Kultur des Beratens zu einer Kultur des Verkaufens wird. Inwieweit hat der digitale Wandel Ihr Geschäft verändert? Eberhard Hofmann: Derzeit ist die gesamte Bankenlandschaft, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit, total im Umbruch. Wir sehen jeden Tag 27

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