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HANSEstyle 3 | 2018

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Lest jetzt die neue HANSEstyle. Wir haben für Euch spannende Interviews mit den Senatoren Frank Horch und Andy Grote, sowie Hockeyspielerin Anne Schröder. Außerdem erfahrt ihr die Must-haves für den Hamburger Herbst und Gretas Hamburger Geheimtipps. Viel Spaß beim Lesen

ENERGIEWENDE Sie haben

ENERGIEWENDE Sie haben sich immer wieder dafür stark gemacht, dass die Bundesländer bei der Energiewende zusammenarbeiten. Wie wichtig sind diese nationalen Kooperationen für den Erfolg? Sie sind sehr wichtig. Grundsätzlich brauchen wir ein gemeinsames Verständnis darüber, was Energiewende überhaupt bedeutet. Da noch nicht in allen Bundesländern das gleiche Verständnis darüber herrscht, werden einzelne immer wieder einen eigenen Weg gehen wollen. Doch da muss gegengehalten werden. Es ist kein Weg für einen einzelnen, es ist ein gemeinsamer Weg. Wir brauchen die Zusammenarbeit nicht nur national, wir brauchen sie auch international. Dabei suchen wir den Austausch nicht nur mit unseren Nachbarn in Südskandinavien – ich spreche bei Delegationsreisen auch in Japan oder in Entwicklungsländern über Kooperationen. Durch die Digitalisierung haben wir neue Möglichkeiten, uns zu vernetzen und über Ländergrenzen hinaus zu kommunizieren. Wenn wir diese Möglichkeiten nicht nutzen, wäre das ein großer Fehler. Sie haben kürzlich aus persönlichen Gründen Ihren Rücktritt als Senator angekündigt, damit beenden Sie eine Ausnahmekarriere. Ich bin ja nicht an der Elbchaussee in Blankenese geboren. Ich bin der Sohn eines Soldaten – mein Vater hat sich „Verlässlichkeit, Authentizität und Vertrauen. Mir war und ist besonders wichtig, dass die Menschen zusammenfinden.“ Senator Frank Horch stets darum bemüht, dass die Familie satt wird. Ich bin in einem wirklich kleinen Ort zur Schule gegangen und hatte zum Teil das Gefühl, dass es verlorene Jahre waren, weil ich nicht genügend lernen konnte. Doch von dort bin ich in die Welt hinaus, habe ein duales Studium absolviert, fuhr zur See, arbeitete in Asien und Indien. Ich war lange Zeit nur mit Menschen aus anderen Ländern zusammen – für mich gibt es heute gar keine Ausländer mehr. Diese Erfahrungen – auch auf Schiffen unter schwierigen Bedingungen – waren für mich sehr hilfreich. Mein Schaffen in der freien Wirtschaft mündete letztlich im Amt des Präses der Handelskammer Hamburg. Es reihte sich das eine an das andere – und dann gab es Olaf Scholz, der gesagt hat: Wenn ich die Wahl gewinne, möchte ich „ihn“ haben. Und das hat damals ja ganz gut geklappt. Womit wird man Ihre Amtszeit besonders in Verbindung bringen? Das bekannteste Projekt ist natürlich die Fahrrinnenanpassung der Elbe, weil ich mich seit mittlerweile 15 Jahren damit beschäftige. Dass Hamburg die Planfeststellung zur Elbvertiefung nach jahrelangem Hin- und Her doch noch erlassen hat, zeigt, dass man mit Zähigkeit und harter Überzeugungsarbeit in der Lage ist, Menschen für eine Vision zu begeistern. Das schenkt Hoffnung, dass auch bei künftigen Aufgabenstellungen etwas bewegt werden kann, wie bei der Straßenoder Brückenplanung; aber auch hinsichtlich der Energiewende. Sie gehören zu den beliebtesten Politikern der Stadt. Was war Ihnen den Hamburgerinnen und Hamburgern gegenüber immer besonders wichtig? Verlässlichkeit, Authentizität und Vertrauen. Mir war und ist besonders wichtig, dass die Menschen zusammenfinden. So war es schon als Klassensprecher in der Schule. Was hat Sie in den letzten Jahren angetrieben? Ich bin parteilos, habe mich also nie an Parteibüchern orientiert. Ich habe für Hamburg gearbeitet. Ich bin von der Stadt überzeugt – nicht nur als Heimat, sondern auch als Wirtschaftsstandort, wie es in Deutschland keinen zweiten gibt. Text: HANSEstyle | Fotos: Marius Engels Senator Frank Horch Frank Horch ist ein echtes Nordlicht: In der Nähe von Cuxhaven geboren, in Hamburg Schiffsbau studiert, später Mitglied der Geschäftsführung bei Blohm+Voss und Präses der Handelskammer Hamburg. Als Soldatensohn stammt er aus wirtschaftlich einfachen Verhältnissen: Er wird Ingenieur, Manager und unter Olaf Scholz Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg. Obwohl Horch zu den beliebtesten Politkern in Hamburg gehört und auch in Wirtschaft und Politik größten Respekt genießt, hat er seinen Rücktritt angekündigt. Aus persönlichen Gründen – seine Frau ist erkrankt und Frank Horch möchte sich noch intensiver als bisher um sie kümmern. Damit verabschiedet sich aus dem Senat ein ausgewiesener Wirtschaftsexperte, der für die Stadt brennt und für hanseatische Werte wie Verlässlichkeit, Toleranz und Weltoffenheit steht. Senator Frank Horch und Christian Bauer am Rande des Interviews. Fotografiert von Marius Engels 90

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