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HANSEstyle 2 | 2016

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sport „Wenn man junge

sport „Wenn man junge Wilhelmsburger in Zukunft fragt, wo sie herkommen, dann soll die Reaktion darauf lauten: ‚Ah, aus Wilhelmsburg – das ist doch da, wo die Towers spielen’.“ Marvin Willoughby Die Inselparkhalle in Wilhelmsburg ist die Heimat der Hamburg Towers (weiße Trikots) von Dirk Nowitzki – der andere studierte Soziologie. „Ich habe nicht gerade das Idealmaß für einen Basketballer“, wirft Fischer grinsend ein. 2005 führte sie die Idee von mehr Jugendförderung wieder zusammen. den Sprung über die Elbe gen Süden, als Zuschauer“, lacht Jan Fischer. „Und die Nachwuchsarbeit für die Towers findet in zwei sogenannten Piraten-Teams statt, in denen begabte Youngsters hart trainieren.“ hinaus über gesunde Ernährung reden. Fairness, Disziplin und Respekt fördern und fordern. Willoughby: „Wer vereinbarte Trainingseinheiten schwänzt oder in der Schule in mehrere Fünfen abrutscht, der muss gehen.“ Sport ohne Grenzen Das begann mit Basketball-Camps für Kinder. Daraus entstand – viele der Kids wollten weiter zusammenbleiben – der Verein Sport ohne Grenzen. Das Ziel: Schüler aus verschiedenen Schulen und Kulturen zusammenzubringen. „Das hätten Sie erleben müssen“, erinnert sich Willoughby, „da war ein Mädchen mit Kopftuch, das von den Jungen gehänselt und nicht ernst genommen wurde. Die und Basketball?! Sie aber entwickelte Biss, zeigte es denen und warf die meisten Körbe. Da wurde es ruhig in der Turnhalle und man verabschiedete sich von ihr mit Handschlag.“ Der nächste Schritt war die Gründung einer Profi-Mannschaft, der Hamburg Towers, mithilfe von Sponsoren wie Vattenfall. Diese spielt inzwischen in der 2. Bundesliga und füllt bei Heimspielen problemlos die Basketball-Halle am Inselpark – mit Besuchern aus ganz Hamburg und Umgebung. „Stellen Sie sich vor, Hamburger wagen inzwischen Headcoach Willoughby: „Aber noch immer sind unsere Kids befangen, wenn es zu Spielen nördlich der Elbe geht. Das ist für sie immer noch irgendwie unbekanntes Territorium, da bleibt man lieber zusammen in der Gruppe.“ Beide Betreuer handelen stets pragmatisch nach dem Motto: nur die Schwachen haben Probleme, die Starken schaffen Lösungen. Also Problem erkannt – die Lösung: solche Abgrenzungen müssen raus aus den Köpfen. So entstand ein Crossover-Konzept: Gemeinsame Trainingsgruppen aus verschiedenen Schulen und Stadtteilen, etwa aus dem Christianeum, aus den Hauptschulen Altonas und/oder St. Paulis und aus den Schulen hier in Wilhelmsburg. Und jetzt ganz neu: „Wir wollen Fußballund Basketballtraining kombinieren.“ Organisiert von den Hamburg Towers und dem FC St. Pauli. Den Kids neue Alternativen eröffnen: Breitensport treiben statt nur herumzuhängen. Darüber Man betreut mittlerweile rund 1.000 Kids aus ganz Hamburg. Und ist durch das gelebte Miteinander seinem Ziel näher gekommen: „Wenn man junge Wilhelmsburger in Zukunft fragt, wo sie herkommen, dann soll die Reaktion darauf lauten: ‚Ah, aus Wilhelmsburg – das ist doch da, wo die Towers spielen’.“ Das Gespräch führten: Jennifer Drummond und Heinz H. Behrens Fotos: Ulrich Lindenthal-Lazhar Ehemaliger Basketball-Profi Marvin Willoughby und Sportsoziologe Jan Fischer im Gespräch mit Autor Heinz H. Behrens und Redakteurin Jennifer Drummond Foto: Dennis Fischer (1) 46

Energie für den Hamburger BasketbalL Vattenfall ist stolzer Partner der Hamburg Towers und Förderer der Basketball Akademie. www.vattenfall.de/hamburgtowers

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