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HANSEstyle 2 | 2016

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INA MENZER

INA MENZER DURCHSCHLAGENDE MARKETINGSTRATEGIEN SIND HEUTE IHRE JABS Ina Menzer – attraktive Hamburgerin, mit einer Körperspannung, die erahnen lässt, dass Sport auch heute noch eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielt. Die 35-Jährige machte sich bis 2013 international einen Namen als eine der bekanntesten deutschen Boxerinnen. Zehn Jahre war sie Profi, 17 Mal hat sie den Ring als Weltmeisterin im Federgewicht verlassen und die Gürtel in insgesamt vier Weltverbänden errungen. 12

sport Ina Menzer – früher Federgewicht ... heute Sportmanagerin Sie hat sich durchgekämpft – im wahrsten Sinne des Wortes. Als 1990 der Eiserne Vorhang fiel, wanderte die damals Zehnjährige mit ihren deutschstämmigen Eltern und den beiden jüngeren Brüdern von Kasachstan nach Mönchengladbach aus. KEINE ANDERE SPORTART SPIEGELT DAS LEBEN SO WIDER WIE DAS BOXEN Andere Mädchen interessierten sich für Ballett und anderen „Mädchenkram“. Die kleine Ina schwärmte aber nicht für Barbie und Hello Kitty, sondern für Jackie Chan (Schauspieler, Stuntman, Produzent und Regisseur, der durch seine martialische Kampfart berühmt wurde/ Anm. der Red.) und Jean Claude van Damme (Schauspieler, populär durch seine Actionfilme mit Kampfsporthandlung). Sie wollte sportlich so gut werden wie diese Männer. Mit 13 sammelte sie erste Kampfsporterfahrungen beim Kung-Fu. Boxen war noch kein Thema, das begann erst, als sie ihre erste Boxeinheit mit 16 Jahren absolvierte. Der Boxsport gab ihr das Gefühl, zu einem Team zu gehören, in dem man sich gegenseitig hilft und unterstützt. Ihre Herkunft und ihr Status waren unwichtig – im Vordergrund standen hier die Leistung und die Person. Boxen wurde ihre Leidenschaft, nicht nur aufgrund der Fitness und des sportlichen Aspekts, sondern weil die Teenagerin entdeckte: „Keine andere Sportart spiegelt für mich das Leben so wider wie das Boxen.“ Sie lernte durch den Sport Disziplin und Respekt vor dem Gegenüber, musste Regeln einhalten und ihre Taten verantworten, denn für jeden Fehler wurde sie im Kampf hart bestraft. PFLICHTBEWUSST UND ZUVERLÄSSIG – SCHON FRÜH UND AUCH HEUTE NOCH Die Eltern unterstützten sie, waren froh, dass sie jede freie Minute dem Sport widmete. So mussten sie sich keine Gedanken machen, dass ihre Tochter Blödsinn im Kopf hatte. Für ein „normales“ Teenie-Leben blieb allerdings keine Zeit. Während die Freunde ausgingen, machte Ina ihre Trainingseinheiten in der Sporthalle. Je nach Stundenplan ging sie nach der Schule und später dem Studium direkt zum Training. Mit 23 Jahren wurde sie bei einem Turnier gesichtet und bekam daraufhin einen Vertrag bei dem großen Boxstall Universum Box-Promotion. Eigentlich wollte sie nach ihrer Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin an ihre berufliche Zukunft denken und sich komplett auf ihr BWL- Studium konzentrieren; aber ihre Familie und engste Freunde überzeugten sie, sich als Box-Profi zu versuchen. So lag das Studium erst einmal brach ... und ihre Karriere begann. 2006 zog sie von Mönchengladbach nach Hamburg, konzentrierte sich in der Stadt ihres Boxstalls komplett auf den Sport, wurde in ihrer Gewichtsklasse (bis 57 Kilo) vielfache Weltmeisterin und Hauptkämpferin im ZDF. Ihre Karriere endete mit 32 Jahren als Universum pleite ging. Mit einem kleinen Team organisierte sie in eigener Regie ihren Abschiedskampf in ihrer Heimatstadt Mönchengladbach und trat als Weltmeisterin zurück. „Als Frau ohne Boxstall und ohne einen TV- Sender hat man keine Chance, zu überleben“, so das Fazit der ehemaligen Boxweltmeisterin. Sie nahm ein Studium des Sportmanagements auf und schloss es 2014 erfolgreich ab. Heute ist sie Geschäftsführerin der Beratungs- und Vermarktungsagentur SportsReputation für Leistungssportler. Gemeinsam mit ihrem Geschäftspartner gibt sie ihr Wissen und Knowhow an junge Sportler weiter: „Aus Erfahrung weiß ich, dass es auf dem Gebiet Sportmanagement und -vermarktung großen Bedarf gibt, denn viele Sportler haben kein professionelles Management, da geht erhebliches Potenzial verloren.“ Sie entwickelt aber auch mit ihrem Team Konzepte für Unternehmen, die Sport als Kommunikationsform nutzen, hält Vorträge in Unternehmen zum Thema Motivation, Zielstrebigkeit und Disziplin und erzählt über ihren Werdegang. Und an ihren Fäusten kommt dann doch wieder keiner vorbei, denn danach folgt immer eine einstündige Boxeinheit ... Text: Nathalie E. Reinschmidt Fotos: Simone Rudloff das Exklusiv für HANSEstyle: Ina Menzer Parkbank- Training Ab Seite 14 13

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