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HANSEstyle 1 | 2018

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WINE & DINE WINE & DINE ANZEIGE aci – Baci – Baci Energie – die hat er: Schon bei der Begrüßung sprüht er wie ein Feuerwerk und schießt italienische Salven der Begeisterung ab: „Baci, baci, baci“ – Küsse, ja, die bekommt man gleich rechts und links und wieder rechts, kaum hat man – oder besser „Frau“ – den Laden betreten. Über 20 Jahre kennt man im Viertel das „La Bruschetta“ mit seinem vor Lebensfreude und Großherzigkeit sprudelnden Wirt Sandro. Unterstützung bekommt er durch seinen Ex-Schwiegersohn Dragan Kolik. Wie „padre e figlio“ (ital. Vater und Sohn) sind sie ein Team und seit zwei Jahren Geschäftspartner. Vier Jahre lang betrieb Dragan mit einem Partner das „Bistrolino“ am Winterhuder Marktplatz, ist routinierter Gastwirt. Im „La Bruschetta“ hält er sich in seiner ruhigen Art im Hintergrund, lässt dem Patrone den Vortritt. Über Umwege von Italien nach Hamburg Sandro war fünf Jahre alt, als seine Mama starb – vier Jungs und ein Mädchen waren sie zu Hause. Für eine Schulausbildung war kein Geld da, so kellnerte der junge Mann aus einfachen Verhältnissen bereits mit 17 Jahren in Rimini. Schnell merkte er: Wer die deutsche Sprache beherrscht, hat mehr Erfolg. Gesagt, getan. Um Deutsch zu lernen und so den ersten Schritt in Richtung erfolgreiche Zukunft zu tun, ging Sandro in die Schweiz. Doch sein Aufenthalt sollte nicht von langer Dauer sein. Was fehlte, war die Arbeitserlaubnis. Was nun? Ein Wink des Schicksals war die Lösung, die ihm ein englischer Arbeitskollege daraufhin anbot. Er zeigte ihm einen Arbeitsvertrag für einen Job in Norddeutschland, den er selbst nicht antreten konnte. Und trotz der noch größeren Distanz zu seiner Heimat und seiner Familie, nahm der junge Italiener all seinen Mut zusammen und übernahm den Vertrag. Also fuhr er 1974 mit dem Zug an die Ostsee und kellnerte in den Sommer-Monaten in Timmendorfer Molto simpatico – Sandro Strand. Gerade angekommen, sollte das Auf und Ab weitergehen: Das Militär rief ihn zurück in sein Heimatland. Ein Jahr diente Sandro, bevor er im Anschluss ohne Umwege an die deutsche Küste zurückkehrte. Er brachte sich selbst innerhalb kurzer Zeit durch das Zeitungslesen die fremde Sprache bei. Mit Ende der Saison wurden seine Dienste in der Ferienregion nicht mehr gebraucht. So zog es Sandro in die Großstadt, nach Hamburg, seinem Zuhause bis heute. Seiner ersten Station in dem italienischen Restaurant „Ennio’s“ an der Alster folgte bis 1981 die Arbeit in einem griechischen Restaurant in Wedel, wo Sandro seine spätere Frau kennenlernte. Mit seinem Bruder Angelo und dem Zwillingsbruder Vito betrieb Sandro später einen italienischen Stand in der ehemaligen Gänsemarkt-Passage „Essen und Trinken“. Doch auch dieses Mal sollte es nicht für immer sein. Aufgrund der steigenden Miete war Sandro gezwungen, sich nach Alternativen umzuschauen. Sandro greift nochmal an 1995 entdeckte er einen „Italiener“ in der Dorotheenstraße in Winterhude, der augenscheinlich gut zu laufen schien, es waren reichlich Gäste da. Umso enttäuschter war Sandro vom dort servierten Essen. Das gab ihm den Anstoß für seine Vision: genau hier qualitativ hochwertige italienische Speisen anzubieten. Die Umstände entpuppten sich als Glücksfall: Sandro konnte das Lokal gemeinsam mit seiner Frau übernehmen. Mit der Übernahme des Restaurants, das auch damals schon den heutigen Namen trug, änderte Sandro die Speisekarte gemäß dem Motto „Alles muss ‚alla grande‘ (ital. großartig) sein“. Aus seiner Heimat Apulien holte er sich nicht nur Ideen für gesundes Essen, sondern auch das Olivenöl von Alba Guarini – sie wohnt auf der Farm neben der seinigen in Montalbano di Fasano: „Du kannst das Öl pur trinken – so gut schmeckt es!“ Dank der besonderen Qualität der Speisen und seiner beliebten Gastfreundlichkeit florierte sein neues Restaurant. Doch auch der fröhlichste Mensch durchlebt Krisen: Die Trennung von seiner Frau eines Tages machte Sandro emotional zu schaffen, er wurde melancholisch. 2006 begann er, seine ersten Kochbücher zu schreiben, versuchte, sich wieder aufzuraffen, bekam sogar eine eigene Koch-Show im lokalen Fernsehen. Trotzdem ging es ihm nicht gut – er überlegte sogar, zu verkaufen. Erst durch die Partnerschaft mit Dragan 2016 bekam er die nötige Energie, um weiterzumachen. Mit Hilfe von Sponsoren wurde das Lokal renoviert, die Außenterrasse mit 50 Plätzen wetterfest ausgebaut – ein Zugewinn zu den 85 Plätzen im Innenbereich. Eine wunderbare Atmosphäre wurde geschaffen, passend zu den Persönlichkeiten der Gastgeber. Dragan erklärt: „Sandro ist die Gallionsfigur, der Einkaufsexperte, der für die frische und hochwertige Ware sorgt – ich bin der Ruhige im Hintergrund, der eine Mischung der Generationen schafft.“ Und Sandro fügt lachend hinzu: „Zu zweit ist es einfach besser. Du bringst deine Leute und ich meine.“ So wird jeder Besuch in dem italienischen Ambiente mit leckerer Küche zum Erlebnis. Und wehe, ein Gast äußert einen besonderen Wunsch – da kann es passieren, dass sich „il capo“ (ital. der Chef) spontan selbst an den Herd stellt und lautstark anfängt zu kreieren ... Text: Nathalie E. Reinschmidt | Fotos: Marius Engels Über Sandro Convertino Sandro Convertino und sein italienisches Restaurant „La Bruschetta“ sind in Winterhude eine Institution. Nicht selten genießen dort prominente Hamburgerinnen und Hamburger die hochwertige mediterrane Küche. Viele typische Gerichte aus seiner Heimat hat der quirlige Gastronom in verschiedenen Kochbüchern, darunter „Sandro – Alla Grande“, veröffentlicht. Sein neuestes Werk „Gesundheit fängt beim Kochen an – die besten Rezepte für eine moderne mediterrane Vollkost“ bietet Inspiration für eine leckere, ausgewogene Ernährung. Sandro verfasste es mit Fachärzten aus dem renommierten „Prävent Centrum Dortmund“. La Bruschetta | Dorotheenstraße 35 www.labruschetta.de SEESAUNA UND SOLE: DIE LIEBLINGSAUSZEIT Unsere „Lieblingsauszeit“: Sie speisen, spazieren, schwimmen und saunieren ganz nach Lust und Laune, leihen ein Fahrrad oder bummeln durchs Fontanestädtchen Neuruppin. Klingt herrlich, oder? 3 Nächte im Doppelzimmer ab 630 € S.I.B.N. Hotel GmbH · An der Seepromenade 20 · 16816 Neuruppin am See info@resort-mark-brandenburg.de · www.resort-mark-brandenburg.de ANZEIGE In unserer interface gallery Hamburg-Rotherbaum präsentieren wir bereits seit einem Jahr unseren Kunden internationale Kunst. Auch Lesungen, Konzerte und Events in persönlichem Rahmen finden in unserer Galerie statt. Gerne bieten wir Ihnen maßgeschneiderte Kunstkonzepte an. Besuchen Sie uns im Grindelhof 68 in Hamburg. 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